Erfahrungsberichte

Daniel (22) - Jul/Aug 2015 - Dauer: 4 Wochen

Ich war vier Wochen in Kenia und habe mich anfangs für das Farmer-Projekt angemeldet. Nach meinem Einführungstag in Nyeri fing ich in der Coffee-Factory an. Hier wurden mir alle Arbeitsschritte vom Manager sehr gut erklärt und ich konnte mir einen sehr guten Eindruck von der ganzen Produktion und der teilweise entspannten Arbeitsweise machen. Später zeigte man mir auch die Arbeitsschritte vor der Factory (Ernten und Pflege der Büsche) und nach der Factory (Weiterverarbeitung), natürlich durfte ich bei der Ernte und Pflege auch mithelfen. In der Factory gab es für mich keine festgelegten Arbeitszeiten, ich hab morgens immer zur selben Zeit angefangen und konnte aufhören wann ich wollte, um z.B. nachmittags nochmal in die Stadt zu fahren.

In Kenia habe ich nach zwei Wochen zusätzlich damit angefangen, nachmittags ein Waisenhaus zu besuchen, um noch eine andere Seite kennen zu lernen. Zu sehen wie diese Kinder aufwachsen und zu hören, was sie erlebt haben ist sehr interessant und zugleich traurig. Es war schön anzusehen, wie sie sich über einfache Dinge wie Stifte und Bälle gefreut haben sowie über ein Foto von ihnen auf meinem Handy, da sie selten die Möglichkeit haben sich selbst auf einem Bild. Zusätzlich zu den beiden Projekten wurden mir noch weitere kleinere Projekte wie das Hühnerprojekt der Frauen, die Wassertanks und Biogasanlagen gezeigt. Die Mitarbeiter von KEDOVO leisten sehr viel für ihre Gemeinde und das meistens unentgeltlich, was ich sehr beeindruckend finde.

Zum Leben in Kenia möchte ich hier gar nicht viel schreiben, denn es ist viel interessanter und aufregender alles selbst herauszufinden bzw. zu erleben. Das Leben in der Gastfamilie war sehr angenehm, es gab morgens meistens weißes Toastbrot mit Marmelade, wenn man Wurst oder Käse haben will bekommt man diese in Nyeri. Mittags und abends gab es warmes Essen und das auch immer reichlich. Es gab oft Kartoffeln, Reis, Kohl und Fleisch. Die sanitären Anlagen sind gut (warme Dusche und eine Toilette, wie man sie aus Deutschland kennt). Die Matratzen sind nicht die Besten aber man kann einigermaßen gut darauf schlafen. Die Gastfamilie war immer sehr freundlich zu mir und sie haben mich schnell integriert und wie ein Familienmitglied behandelt.

Die Produkte und Dienstleistungen sind dort günstiger als in Deutschland und es gibt immer frisches Obst und Gemüse, welches aus der Region kommt. Europäische Produkte (z.B. Nutella) sind hingegen teurer als in Deutschland. Was es in Kenia nicht gibt ist Weingummi, was mich etwas gestört hat, es gibt dort nur Chips und Kekse. An den Wochenenden habe ich oft Nationalparks mit Zackie besucht. Sehr gut fand ich die Thomson Falls, Hell’s Gate, Lake Nakuru und den Ol Pejeta National Park (die Nationalparks sind aber leider für Ausländer sehr teuer).

In Kenia habe ich viele neue interessante Eindrücke gesammelt und eine andere Lebensweise bzw. Lebenseinstellung kennengelernt. Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht und kann diese Reise wärmstens weiterempfehlen.

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