Unsere Projekte

Kamamunda Poultry Farming

Projekt-Nr.: PN120 KEDOVO e.V.

Zeitraum: März 2015 – Mai 2016

Förderung: Centrum für Internationale Migration & Entwicklung (CIM), KEDOVO e.V.

Lokaler Partner: Kenya-Dorf-Volunteers (KEDOVO CBO)

Zielgruppe: Kamamunda Self Help Group & KEDOVO Youth Group

Status: Erfolgreich beendet

Ziel: Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung

Wie in den meisten anderen Selbsthilfegruppen in Kenia, treffen sich auch die Teilnehmerinnen der „Kamamunda Self Help Group“ alle zwei Wochen in jeweils einem anderen Haus einer der Frauen. Jede Teilnehmerin bringt 500 KES (ca. 4 €) mit, die in einen Geldpool eingezahlt werden. Der eingezahlte Betrag der Frauen wird später dazu verwendet, um die wesentlichen Haushaltsmittel zu kaufen oder das Schulgeld der Kinder zu bezahlen. Diese Art der Selbsthilfegruppe ermöglicht es den Frauen, ihre Familie zu ernähren. Gleichzeitig reichen die Beträge jedoch nicht aus, um eine Unternehmerschaft der Frauen zu ermöglichen, mit der sie eine eigene Einkommensquelle schaffen möchten. Dadurch leiden sie unter dem täglichen Kampf, ihren Familien einen akzeptablen Lebensstandard zu ermöglichen. Da sie kein festes Gehalt beziehen, wird ihnen auch der Zugang zu Bankkrediten verwehrt.

Das KEDOVO-Projekt „Kamamunda Poultry Farming“ dient dabei als Unterstützung, um den Frauen bei der Schaffung einer eigenen Einkommensquelle unter die Arme zu greifen. Im Rahmen des Projekts arbeitet KEDOVO mit 13 Frauen und drei Jugendlichen zusammen, um eine Geflügelzucht für die Eiererzeugung aufzubauen.

 

Die Projektgruppe wird intensiv auf die Geflügelaufzucht vorbereitet und erhält außerdem Schulungen zu den Themen Buchhaltung, Marketing und Entrepreneurship. Die Gruppenteilnehmer sind für das Tagesgeschäft des Projekts selbst verantwortlich und sollen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung die Geflügelzucht eigenständig betreiben.

 

Durch das Projekt können Arbeitsplätze für die Frauen geschaffen werden und darüber hinaus deren wirtschaftliche und soziale Lebensgrundlagen verbessert werden. Das benötigte Startkapital wird von KEDOVO zur Verfügung gestellt und über einen vereinbarten Zeitraum von der Projektgruppe wieder an KEDOVO zurückgezahlt. Das anfängliche Startkapital kann dann wiederum verwendet werden, um das Projekt zu erweitern oder ein neues Projekt zu finanzieren.

 

Insgesamt zielt das Projekt auf die Verbesserung des sozialökonomischen Status von Frauen und Jugendlichen in den ländlichen Regionen Kenias ab, indem ihnen der Zugang zu einer eigenständigen Landwirtschaft (Geflügelzucht) sowie zu finanziellen Mitteln verschafft wird. Außerdem fördert KEDOVO auf diese Weise auch die persönliche Stärke und Selbstachtung der Frauen, da sie lernen sich eine unabhängige Existenz aufzubauen.

 

In einem kleinen Nebenprojekt werden die Frauen der „Kamamunda Self Help Group“ auch in nachhaltigen und innovativen landwirtschaftliche Techniken geschult, z.B. im Anbau „vertikaler Gärten“, wo das Gemüse in Jutesäcken angebaut wird. Dadurch sinkt die benötigte Fläche für den Anbau und die Bewässerung kann optimiert werden, da mehrere Pflanzen in einem Sack ihren Platz finden und somit eine bestmögliche Flächennutzung erreicht wird. Auch dieses Projekt befähigt die Frauen dazu, ihre Familien eigenständig zu versorgen und ein zusätzliches Haushaltseinkommen zu generieren.

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